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Strom & Gas bei Restaurant-Neueröffnung

Kurz erklärt: Bei einer Neueröffnung müssen Strom und Gas neu angemeldet werden. Das bedeutet: rechtzeitig mit Energieversorgern Kontakt aufnehmen, Verträge abschließen und Abschlagszahlungen kalkulieren. Wer das zu spät macht, landet in der teuren Grundversorgung.

Warum ist das in der Gastronomie wichtig?

Eine Neueröffnung ist stressig. Viele Gastronomen konzentrieren sich auf Möbel, Einrichtung und die Küche – und vergessen die Energieversorgung. Das ist ein teurer Fehler.

Wenn beim Netzanbindungstermin noch kein Stromvertrag vorliegt, schaltet der örtliche Netzbetreiber den Anschluss standardmäßig auf Grundversorgung frei. Diese kostet 20-40% mehr als Gewerbestrom-Verträge. Das bedeutet schnell mehrere hundert Euro Extra pro Monat.

Auch bei Gas ist Planung entscheidend. Es kann 2-4 Wochen dauern, einen Gasanschluss zu genehmigen und freizuschalten. Wer zu spät bestellt, kann den Eröffnungstermin gefährden.

Eine gute Planung 3-4 Monate vor der Eröffnung spart Tausende Euro im ersten Jahr und verhindert Stress in einer ohnehin belastenden Zeit.

Typische Fehler in Restaurants

Zu spät anmelden

Wer erst kurz vor oder nach der Eröffnung Strom anmeldet, landet in der Grundversorgung. Die ist teuer und schwer zu kündigen. 3-4 Monate vorher ist ideal.

Gasanschluss unterschätzen

Ein Gasanschluss braucht Zeit: Antrag, Genehmigung, Arbeiten am Haus, Schaltung. Wer das vergisst, verzögert die Eröffnung oder muss provisorisch arbeiten.

Verbrauch falsch schätzen

Bei Neueröffnungen gibt es noch keine Jahresabrechnung. Falsche Schätzungen führen zu Nachzahlungen oder Gutschriften. Vergleichbare Restaurants als Orientierung nutzen.

Keine Netzanschlussanträge stellen

Der Stromnetzbetreiber muss den Anschluss freigeben. Das kann mehrere Wochen dauern. Ohne rechtzeitigen Antrag kommen Sie nicht ans Netz.

Abschlagszahlungen nicht kalkulieren

Energieverträge erfordern Vorauskasse (Abschläge). Wer das Budget nicht berücksichtigt, hat Cash-Flow-Probleme kurz nach der Eröffnung.

Unser Tipp für Gastronomen

Zeitplan erstellen: 4 Monate vor Eröffnung: Netzanschlussanträge stellen. 3 Monate vor: Energieverträge vergleichen und abschließen. 1 Monat vor: Bestätigung aller Termine.

Verbrauch benchmarken: Ähnliche Restaurants in der Nähe fragen oder branchenübliche Werte nutzen. Ein Restaurant mit 80 m² Küche und 40 Plätzen verbraucht typischerweise 25.000-30.000 kWh/a.

Gewerbestrom aktiv anmelden: Warten Sie nicht auf die Grundversorgung. Vergleichen Sie mindestens 3 Angebote und schließen Sie rechtzeitig ab.

Abschlagszahlungen einplanen: Mit einem Stromverbrauch von 28.000 kWh/a und 35 Cent/kWh liegen monatliche Abschläge bei etwa 800-900 Euro. Das ist Betriebskapital, das bereit sein muss.

Gasanschluss früh klären: Wenn Sie Gas brauchen: Anfrage beim Gasnetzbetreiber mindestens 4-5 Monate vor Eröffnung. Kosten für Anschluss können bis 1.000 Euro betragen.

Checkliste für Gastronomen: Eine strukturierte Checkliste mit allen Behörden, Anbietern und Fristen hilft, nichts zu vergessen.

gastroenergie stellt Informationen rund um Strom- und Gasversorgung in der Gastronomie in Deutschland bereit und unterstützt Betriebe bei der Einordnung ihrer Möglichkeiten.